Unter “webgerecht” versteht man die Aufbereitung von Texten so dass diese auf dem Bildschirm “lesefreundlich” strukturiert sind. Das erreichst Du mit folgenden Maßnahmen:
- Zeilenbreite zwischen 40 und 60 Zeichen
- Absätze 5-10 Zeilen lang
- Zwischenüberschriften als Orientierungspunkte für die Augen, bevorzugt mit =>
- Headings <h2> bis <h6>
- Auflockerung durch Listen/Aufzählungen und <blockquote> (wo angebracht)
- Betonung durch <strong> und <em> (fett und kursiv)
- Mehr Struktur durch weitere strukturelle HTML-Elemente
Hab ich was vergessen?
4 Kommentare to “77: Was versteht man unter einem webgerechten Text?”
Super, Johannes! Vielen Dank für die ausführliche Ergänzung der Antwort!
Zu diesem umfangreichen Thema gibt es viele Meinungen, Ratschläge und Kommentare …
Ich erlaube mir – von Zeit zu Zeit – dazu einige Aspekte, Beispiele und Überlegungen einzubringen:
Ein Statement zu unseren Qualitätsvorgaben.
Die ersten vier Aspekte … zur Präsentation beim Kunden.
Der Bildschirm als Bühne.
Bildschirminhalte sind einerseits bewegte Bilder, so wie man es vom Fernsehen her kennt, und andererseits eine Art „elektronisches Papier“, in dem die charakteristische Ruhe und Gliederung einer Druckseite auf Bildschirmwirkung übertragen werden soll. Aufgaben, die nur individuell gelöst werden können.
1. Lesefreundlichkeit
Abgesehen von der Möglichkeit dem User/Nutzer/Besucher/… das Dargestellte verkleinern bzw. vergrößern zu lassen (Barrierefreiheit), sind auch Erkenntnisse aus der Physiologie unserer Augen zu berücksichtigen:
„Bei der Gestaltung von Drucksachen geht man von etwa 55 bis 75 Zeichen pro Zeile aus. Für uns, am Bildschirm hingegen, gelten 45 bis 55 Zeichen pro Zeile als lesefreundliche und optimale Werte. Der Textblock, den das Auge noch als angenehm lesbar empfindet, zeigt 300 bis maximal 500 Zeichen, also ca. 6 bis 10 Zeilen. Dann folgt eine deutliche optische Unterbrechung.
Der neue Absatz kann und soll der Beginn des
Unterkapitels oder eines neuen Themas sein.
Ideal ist, wenn solche inhaltlichen Sektionen
auch visuell sofort wahrgenommen werden.
Zur optischen Aufbereitung für leichteres
Lesen zählen ebenso die grafischen Auf-
bereitungen des Zeilenverlaufes, wie
hier mit abnehmenender Keilform.
So erhalten Ihre Informationen
zusätzlich einen ästhetisch
ansprechenden Aspekt!“
Siehe: http://design-form.info/PlacementSite/NEW.html
2. Usability
So sperrig das Wort für manche klingt, so nützlich ist, was sich dahinter verbirgt. Gewissermaßen die „Nutzungs-Ergonomie“, die Benutzbarkeit oder die Verbesserung der Handhabung. Dieser Aspekt spielt in unseren Konzepten und Projekten eine wichtige Rolle.
3. Interaktivität
Nur vor dem Bildschirm zu sitzen und nicht irgendwie „klicken“, navigieren oder reagieren zu können, finden die meisten Benutzer mit der Zeit langweilig. Interaktivität, nicht zu viel und nicht zu wenig, das ist, was eine Bildschirmseite anbieten soll. Aber dennoch darf sie nicht verwirrend wirken.
4. Scanning
So sehr Gedrucktes oft für stringentes, sequentielles Lesen ausgelegt ist, so sehr sollten Präsentationen auf dem Bildschirm zu assoziativem und situativen „Springen“ Anlass geben. Es sei keiner enttäuscht, wenn die Nutzer „herumhüpfen“. Das ist nun einmal ein wesentlicher Charakter des Mediums.
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Das sind nur vier Aspekte aus einer Vielzahl, die man bei NewMedia-Projekten und Produktionen beachten soll, um sie effizient zu machen.
Als Dienstleister und Berater bieten wir Ihnen dieses Know-how, entweder in der konkreten Realisation von Projekten in unserem Hause oder im Rahmen einer professionellen Beratung.
Ein Text, der kurz und übersichtlich gestaltet ist, da das Lesen am Bildschirm ermüdend ist. Kurze Breite, Absätze, Hervorhebungen, … um das Lesen zu erleichtern. Glaube das hat Eli kurz so erzählt.
Und das ist ihr auch in Fleisch & Blut übergegangen >;o) da sie ja 20 Stunden täglich am Bildschirm liest…